bannerneu001

home

  • Der Klub

    FC Viktoria Breinig - gegründet im Jahr 1910

    Unverständlich und sogar seltsam muten uns die Schwierigkeiten an, mit denen die Gründer der Fußballvereine zu Beginn dieses Jahr-hunderts zu kämpfen hatten. Manchmal kam es zu Schwierigkeiten innerhalb der Familie, wenn ein Junge dem runden Leder nachjagen wollte. Probleme galt es zu bewältigen bei der Beschaffung einer Wiese, den nach jedem Spiel wieder abzubauenden "Toren" aus Pfählen und Latten, der Sportkleidung und des Balls. Ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten, die den fußballbegeisterten Jungen durch Pfarrer und Lehrer entstanden, wenn die jungen Sportler sonntags in kurzer Hose im Dorf gesehen wurden.

    Als "Fußballplatz" diente zunächst eine am heutigen Eschenweg Richtung Weißdornweg gelegene Wiese. Die Tore wurden vor jedem Spiel aus Holzstangen zusammengenagelt, nach Spielschluss wieder abgebaut und mit nach Hause genommen. Die Anstoßzeit wurde so gelegt, dass die Spieler an der Sonntagsandacht am Nachmittag teilnehmen konnten. Darauf wurde von den meisten Eltern sehr großen Wert ge-legt. Die Teilnahme am Spiel wurde vom Kirchenbesuch abhängig gemacht.

    Gelegentlich holte sich die Mannschaft vor schweren Spielen Verstärkung im Lehrerseminar Kornelimünster. Doch auch für diese "Gast-Spieler" war ihr Auftritt in einer Fußballmannschaft mit Schwierigkeiten verbunden. Die angehenden Lehrer mussten die Lehranstalt ver-lassen, wenn sie beim Fußballspielen ertappt wurden.

    Vom Verbad angesetzte Schiedsrichter kannte man kaum. Die beiden Vereine stellten in der Regel je eine Halbzeit den Schiedsrichter. Nicht immer verliefen die Spiele zur Zufriedenheit der Beteiligten. Es sollen sogar schon Mannschaften unmittelbar vom Platz aus in Spielkleidung fluchtartig die "Heimreise" angetreten haben. Aber das war nicht nur in Breinig so.

    Die Pionierzeit des Fußballs wurde auch in Breinig durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914-1918) unterbrochen. Fast alle wurden zu den kaiserlichen Waffen gerufen. Viele kehrten von den Einsätzen an den Kriegsschauplätzen nicht mehr zurück.

    Spielverein 1910 Breinig - umbenannt im Jahr 1919

    Bereits wenige Monate nach Beendigung des Ersten Weltkrieges im November 1918 trafen sich im Frühjahr 1919 erneut junge Sportler, u den Fußball in Breinig wieder aufleben zu lassen. Bei einer Versammlung im Lokal Heinrich Müller in der damaligen Bahnhofstraße (später: Gaststätte Recker, Raiffeisenstraße) erfolgte die Gründung zum zweiten Mal. Der FC Victoria musste umbenannt werden. Es sollte in Deutschland nichts mehr an kaiserliche Zeiten erinnern. Daher erhielt der verein jetzt den Namen "Spielverein 1910 Breinig". Als Vereins-farben wählte man schwarze Hosen und weiße Trikots.

    Ein Gelände der Gemeinde Kornelimünster, begrenzt durch die heutigen Straßen "Auf der Heide" und "Stockemer Straße", sowie durch die Eisenbahnlinie Stolberg - Walheim (später Zirkus Althoff) wurde dem Verein zur Herrichtung eines Sportplatzes zur Verfügung gestellt. Besonders bei nassem Wetter ließ dieser von den Mitgliedern erstellte Platz nur Schlammschlachten zu. Der Vorstand bemüht sich deshalb lange Zeit um ein günstiges Gelände. Der Landwirt Josef Schnitzler stellte auf der Schützheide eine Wiese für den Spielbetrieb am Sonntag zur Verfügung. Doch blieb der neue Sportplatz in erster Linie eine landwirtschaftlich genutzte Fläche. So mussten nicht selten kurz vor Spielbeginn die Kühe vom Platz getrieben werden und deren Hinterlassenschaften entfernt oder mit einer Mistgabel gleichmäßig verteilt werden.

    Mehr als einmal kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Eigentümer des Platzes und dem Verein. Erst nachdem Heinrich Schnitzler (1906-1965), selbst aktiver Spieler und von den Gegnern gefürchteter Verteidiger, das Anwesen übernommen hatte, wurden auftretende Probleme großzügiger geregelt.

    Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Sommer 1939 und die damit verbundene Einberufung der meisten Männer zur Wehrmacht war für die meisten Sportvereine mit größeren Schwierigkeiten verbunden. Nur wenigen gelang es, an den Wochenenden noch eine Mannschaft zusammenzubekommen. Anfang Januar 1940 muss auch unser Verein den Spielbetrieb einstellen. Das Vereinsleben unserer Sportgemein-schaft kam zum Erliegen. Einzelne Spieler, die zunächst noch nicht einberufen wurden, schlossen sich in Nachbarvereinen zu Spielgemein-schaften zusammen.

    Weitere Fakten:

    < 1939: Ausbruch des 2. Weltkrieges und die damit verbundene Einberufung der meisten Männer zur Wehrmacht.

    < 1940: Einstellung Spielbetrieb

    < 1945: Neubeginn trotz Gefangenschaft und Verlust von Spielern durch Tod im Weltkrieg

    < 1953: Auszeichnung durch Diplom durch Fußballverband Mittelrhein und entsprechenden Presseberichten, da der SV Breinig mit sämt-lichen Senioren- und Jugendmannschaften als einziger Verein des Verbandes ohne Platzverweis und Verwarnung blieb.

    < 1955: Jakob Braun, der Vater des ehemaligen DFB-Präsidenten Egidius Braun, gibt sein Amt als Vorsitzender des SV Breinig auf. Er hatte in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen und mehrfach auch nach dem Neubeginn 1945 die Sportgemeinschaft geführt und geprägt. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Die später neu gestaltete Sportanlage "Schützheide" erhielt in Würdigung seiner Verdienste den Namen "Jakob-Braun-Stadion".

    Ein neuer Sportplatz entsteht ...

    Der alte Sportplatz musste - besonders in den Wintermonaten - manche Schlammschlacht über sich ergehen lassen. Mit Bürsten und Besen wurde nach den Spielen der gröbste Schmutz erst einmal entfernt.

    < 1956: Der Vorstand entschied sich für einen völligen Neubau des Sportplatzes Schützheide. Ludwig Welter übernahm die umfangreichen Arbeiten zur Erstellung der Bau- und Finanzierungspläne.

    < 1957: Am 4. August konnte ein herrlicher Rasenplatz seiner Bestimmung übergeben werden. Der neue Platz motivierte auch die Spieler.

    Goldjubiläum wird gefeiert ...

    1960 gibt es einen eindrucksvollen Festabend und eine sich anschließende Sportwoche. Feier im Saal Bauch (heute "Goldener Stern)"; Empfang durch "Edi" Braun mit zahlreichen Ehrengästen wie den Bürgermeister der Gemeinde Kornelimünster, dem Vorsitzenden des Fußball-Kreis Aachen und vielen mehr ...

    < 1960: Erhebliche Stärkung der Jugendarbeit durch sprunghaften Anstieg der Jugendmannschaften.

    Doppelaufstieg und Festakt zum 60jährigen Bestehen ...

    Festakt im Saal der Gaststätte "Zur Treppe". Meisterschaft der A-Junioren und zwei Vizemeisterschaften durch die B- und C-Junioren.

    Neubau des Sportplatzes Schützheide und Errichtung eines Sportheimes ...

     

  • Vorstand 2011
  • Ehrungen 2010
  • Egidius Braun
  • Wichtige Adressen
untennav